Link verschicken   Drucken
 

Bürgeranschreiben des Bürgermeisters Thomas Rohrbach zur Corona-Pandemie

Marktgemeinde Niederaula, den 22.03.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

 

das Corona-Virus hat längst Hessen und auch Niederaula erreicht. Die aktuelle Situation ist eine riesengroße Herausforderung für alle Bürgerinnen und Bürger, für uns als Gemeindeverwaltung, für alle Vereine und Organisationen, für die Unternehmen, für den Einzelhandel, für die Gastronomie – einfach für alle. Wir müssen uns einschränken.

Da durch den Erreger besonders ältere und chronisch kranke Menschen gefährdet sind, müssen wir sie schützen, indem wir alles tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Daher sollte sich jede/r Einzelne fragen:

Was kann ich persönlich unternehmen um diese Risikogruppe vor einer Ansteckung zu schützen?

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist es, die sozialen Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren. Das bedeutet: Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn nicht zu besuchen und sie stattdessen lieber anzurufen, ihnen eine E-Mail zu schreiben oder Messenger-Dienste zu nutzen. Denn unsere Selbstbeschränkung von heute kann morgen Leben retten! Daneben gilt es unbedingt, den Empfehlungen der Experten zu folgen.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hände häufig waschen und versuchen Sie, Ihr Gesicht nicht zu berühren. Begrüßen Sie sich derzeit auch nicht per Handschlag und wahren Sie in Gruppen mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen.

Darüber hinaus können wir aber noch mehr tun. In Niederaula hat das soziale Miteinander einen hohen Stellenwert. Wir leben in unserer Gemeinde miteinander, nicht anonym nebeneinander. Bieten Sie daher alten und erkrankten Menschen in ihrer Umgebung Hilfe beim Einkaufen oder bei anderen Erledigungen an, damit sich diese nicht einer unnötigen Gefahr aussetzen müssen. Erkundigen Sie sich bei Bedürftigen, ob sie Unterstützung brauchen. Wir erleben aktuell einen gesellschaftlichen Kraftakt sondergleichen. Es kommt daher jetzt darauf an, dass wir trotz empfohlener sozialer Abstinenz aufeinander aufpassen und uns umeinander kümmern.

Ein herzliches Dankeschön sagen wir in erster Linie den Menschen in den medizinischen und pflegenden Berufen und bei der Polizei, den Erzieherinnen in den Notgruppen, der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz- und bei den Gesundheitsbehörden sowie den Mitarbeitern – und Mitarbeiterinnen im Einzelhandel, die täglich zur Sicherstellung der Grundversorgung für uns im Einsatz sind.

Sie leisten in diesen Tagen Großes!

Wir müssen jetzt gemeinsam diesen schwierigen Weg beschreiten. Je mehr wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, unser tägliches Leben an die neue Situation anpassen, einander helfen und auf die Handlungsempfehlungen der Experten hören, desto schneller werden wir diese Situation gemeinsam meistern

Vielen Dank und bleiben Sie gesund!

Herzlichst Ihr

Thomas Rohrbach

(Bürgermeister)